Isabelle ist kürzlich mit ihrer Mutter umgezogen und soll sich nun ihren zukünftigen Mitschülern vorstellen.
Während die ganze Schulklasse sie erwartungsvoll anschaut, wird Isabelle immer nervöser. Um von sich abzulenken, erzählt sie lieber von ihrer besten Freundin Elisabeth. Oft kam Isabelle zu Elisabeth zum Spielen nach Hause. Eines Tages aber wurde sie Zeugin, wie Elisabeths Vater unter Alkoholeinfluss die Kontrolle über sich verlor und anfing, um sich zu schlagen. Je mehr er trank, desto aggressiver wurde er. Es schien, als müssten Elisabeth und ihre Mutter ihr Zuhause verlassen, doch ein überraschender Besuch verändert die Situation grundlegend.
Gewalt in Beziehungen und in der Familie wird nach wie vor stark tabuisiert oder verharmlost. Die Anzahl der Menschen, die mindestens einmal Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, ist dabei erschreckend hoch. Insbesondere die psychische Gewalt tritt immer stärker in Erscheinung. Die Inszenierung von Judith Kriebel greift die komplexe Thematik auf und bietet eine mögliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Indem die Regisseurin die Zuschauer als Zeugen sieht, wird auch die Frage der Verantwortung jedes Einzelnen reflektiert.
Der Text und die Inszenierung entstanden in Zusammenarbeit mit SopHiE Bruchsal – Sozialpädagogische Hilfen für Familie und Erziehung – und werden gefördert durch die Bildungsstiftung Bruchsal.
Judith Kriebel
Kerstin Oelker
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