Die Gnade
Die Menschheit ist seit jeher ein vergessliches Wesen,
vor Christus, nach Christus immer wieder aufs Neue,
Krieg überall, wohin man schaut, auf der Erde Leichen am Verwesen,
und nie ein Zeichen von Reue.
Auch damals, vor nicht all zu langer Zeit,
die Jugend so voller Drang,
der Ausbruch einer Katastrophe aufgrund des Neid´,
die Freude vor dessen Unruhe so hart erzwang.
So kam es zur Auseinandersetzung zweier Nation,
die eine gekleidet in Braun und Blau,
ihnen verliehen der Stempel ihrer Aktion,
nicht gehindert von den Gedanken an Gesichter so grau.
Die andere war nicht bekannt,
unterlegen in vielerlei,
nicht gewappnet mit Abstand,
der Krieg war schnell vorbei.
Und doch, in einem kleinen versteckten Graben,
weit von jeglicher Schlacht,
zurückgelassen ein Mann mit einem Knaben,
doch der Schein trügt bei schwarzer Nacht.
Niemand sah die Hände der Gestalt,
nur der in Blau gekleidete Bursche,
dieser lag auf dem kalten Asphalt,
in seinen Ohren spürte er sein Pulse.
Seine Augen getrübt voller Grauen,
so stockte der Feind,
er möge ihm nicht trauen,
doch es war noch ein Kind, es scheint.
So ließ er seine Arme hängen,
erinnerte sich an Gottes Wort,
„So lasset Gnade walten“,
„Geh.“ sagte er dort.
Der Junge stieg auf, lahme,
sein Weg nach Hause gerichtet,
„Warte, wie lautet dein Name?“
an diesen Knaben hatte er sein Land zerpflichtet.
Der Junge drehte sich um,
Augen voller Neugier,
die Welt wurde stumm,
„Adolf Hitler“.
– Barnellini Loredana