Ich saß auf einer von Dornenbüschen umgebenen Lichtung. Die Pflanzen waren hoch, doch nicht hoch genug, um die Tür wenige Meter von mir entfernt zu verbergen. Was wohl hinter der Tür lag? Diese Frage verdrängte ich. Zwar könnte ich die Antwort in Erfahrung bringen, wenn ich nur bis zur Tür liefe und sie öffnete, denn der Durchgang war nicht abgeschlossen. Ich könnte sie öffnen, wenn ich nur bis zu ihr gelangte. Doch das tat ich nicht, denn der Weg durch die Dornen zu ihr war beschwerlich. Ich blieb lieber dort sitzen, wo ich mich momentan befand.
Natürlich wusste ich, dass es etwas anderes gab als diese Lichtung und diese Seite der Tür. Schließlich befand sich letztere stets in meinem Blickfeld. Doch warum sollte ich mich damit bemühen, dorthin zu gelangen? Diese Seite der Tür war ich gewohnt. Außerdem wollte ich mir den Weg durch die Dornen ersparen.
Es gab auch andere Wege, die Weiten der Wiesen auf der anderen Seite der Tür zu erblicken. Ich könnte auf einen Baum klettern und die Farben der Blüten der vielfältigen Meinungen hinter der Tür aus der Ferne bewundern. Diese Schönheit würde mir die Motivation geben, mich durch die Dornen zu schlagen. Doch auch das war anstrengend. Ich blieb viel lieber auf der winzigen, eintönigen Lichtung sitzen. Das war mit viel weniger Anstrengungen verbunden.
Zwar bedeutete das auch, dass ich niemals durch die Tür treten und die Schönheit der Blüten auf der anderen Seite sehen würde, doch mich störte das nicht. Wieso sollte es auch? Die Menschen, denen das Probleme bereitete, waren diejenigen auf der anderen Seite der Tür. Und was kümmerten mich diese Fremden?