Es roch nach Alkohol und kranken, als sie nach Hause kam. Gekonnt huschte sie durch den Flur, im Wohnzimmer schnarchte jemand und der Fernseher lief. Überall lag Dreck. Im Zimmer angekommen, setzte sie sich auf ihren Schreibtisch und machte ihre Aufgaben. Danach begann sie, das Haus zu putzen und Mittagessen zu kochen. Dann aß sie und stellte ein Teller auf den Wohnzimmertisch. Der Schnarchende Mann wachte auf und griff zu dem Stock, der neben ihm auf dem Sofa lag. Er holte auf und schlug das Mädchen mit voller Kraft. Diese allerdings reagierte nicht stark darauf. Dort, wo der Mann sie geschlagen hatte breitete sich eine rote Spur aus. « Dein Essen, Vater » sprach das Mädchen. Sie ging wieder auf ihr Zimmer, wo sie sich einen Pullover anzog und wieder hinunter schlich. Sie öffnete die Tür mit viel ruhe und verließ das Haus. Sie begann zu laufen, unter einer Brücke hindurch bis zu einer hohen Felswand. Gekonnt erstieg sie sie und oben angekommen schaute sie sich um und lief in eine ganz bestimmte Richtung. Durch den Wald, zwischen den Bäumen hindurch. Bis sie zu einem riesigen Baum kam. Sie kletterte bis i eine Baumhöhle, wo eine Lichterkette und eine Decke ihr eine Oase der Sicherheit boten. Diesen Ort hatte damals ihre Mutter gebaut. Sie setzte sich und eine Träne lief ihre Backe hinunter. Als die Sonne bagann, zu sinken wollte sie nach Hause gehen, doch Fremde hatten vor ihrem Baum ein Zelt aufgebaut, deshalb konnte sie nicht runter. Mitten in der Nacht wachte sie auf. Sie schaute aus der Höhle. Etwas, was leuchtete flog auf sie zu. Es veränderte immer weiter seine Figur bis die Gestalt einer schönen Frau vor ihr stand. « Mama? »Sie weinte. « Du bist wunderschön. » Sie hielt ihre Hand an die Wange des Mädchens. « Ich werde immer bei dir sein. » Die Figur der Mutter begann, immer kleiner zu werden. Leuchtende Kugel vor ihr leuchtete so hell, dass sie das Mädchen blendete. Als sie wieder hinschaute stand vor ihr eine Katze. Die Katze schaute das Mädchen mit großen Augen an. Sie nahm die Katze mit nach Hause. Ab jenem Tag fühlte sie sich viel besser, freier, fröhlicher. Sie begann sogar, Freunde zu suchen. Die Katze begleitete sie stets, wartete auf sie und liebte sie. Manchmal, da braucht man nur eine Katze, oder den Glauben daran, es zu schaffen.
Share This Post